Lektion 9:

Hier lerne ich, Bookmarks oder Ankerpunkte zu setzen.
Dürfte kein Problem sein, denn in Frontpage hiessen diese praktischen Dinger einfach "Textmarke" ...

Hunde-Gedichte

Als ich meinen Hund bekam

Hund und Katze

Hundeaugen

Was ein kleiner Hund nicht wissen kann

Der Hund für`s Leben

Treue

Als ich meinen Hund bekam

Ich bat um Stärke,
um ihn perfekt zu erziehen.
Ich wurde aber schwach
und verwöhnte ihn mit Häppchen.

Ich wollte einen Hund, der gehorcht,
so dass ich stolz sein könnte.
Ich bekam einen widerspenstigen,
der mich demütigte.

Ich wollte Gehorsamkeit,
Um überlegen zu sein.
Es wurde ein Clown,
der mich zum Lachenbrachte.

Ich hoffte auf einen Begleiter
gegen meine Einsamkeit.
Ich bekam den besten Freund,
der mir das Gefühl der Liebe gab.

Ich bekam nichts, das ich wollte,
aber alles, was ich brauchte.

(Cordula Klingelstein)

Hund und Katze

Miezel, eine schlaue Katze,
Molly, ein begabter Hund,
wohnhaft an demselben Platze,
Hassten sich aus Herzensgrund.

Schon der Ausdruck ihrer Mienen,
bei gesträubter Haarfrisur
zeigt es deutlich: Zwischen ihnen
ist von Liebe keine Spur.

Doch wenn Miezel in dem Baume,
wo sie meistens hin entwich,
friedlich dasitzt wie im Traume,
dann ist Molly ausser sich.

Beide lebten in der Scheune,
die gefüllt mit frischem Heu.
Alle beiden hatten Kleine,
Molly zwei und Miezel drei.

Einst zur Jagd ging Miezel wieder
auf das Feld - da geht es "BUMM"!
Der Herr Förster schoss sie nieder.
Ihre Lebenszeit ist um.

Oh, wie jämmerlich miauen
die drei Kinderlein daheim.
Molly eilt sie zu beschauen
und ihr Herz geht aus dem Leim.

Und sie trägt sie kurz entschlossen
zu der eignen Lagerstatt.
wo sie nunmehr fünf Genossen
an der Brust zu Gaste hat.

Mensch mit traurigem Gesichte
sprich nicht nur von Leid und Streit,
selbst in Brehms Naturgeschichte
findet sich Barmherzigkeit.

(Wilhelm Busch)

 

Hundeaugen

Zwei Hundeaugen sehen
mich ganz liebevoll an !

Kannst Du denn nicht verstehen,
dass ich zu Dir nicht sprechen kann,
nur Dir in die Augen sehen?

Möchte so viel erzählen Dir
von meinen Hundedingen,
doch weil mir die Sprache fehlt als Tier,
will es mir nicht gelingen !

So sag ich Dir durch meinen Blick,
was meinem kleinen Hundeherzen
begegnet ist an Freud und Glück,
an Leid und auch an Schmerzen.

Denn sind auch wir,
nur Mensch und Tier,
stets eines uns verbindet:
"Die Seele, die bei Dir und mir,
was wir empfinden kündet !"

Sie schimmert aus des Auges Grund,
sie lässt es leuchten und auch grüssen
ein Leben lang bis zu der Stund`,
bis wir sie ewig schliessen.

(Klemens Marquardt)

 

Was ein kleiner Hund nicht wissen kann

Was ein kleiner Hund nicht wissen kann.

Ein kleiner Hund macht kleine Haufen,
meistens nicht mal häufig.
Ein kleiner Hund ist selbstredend
auch nur ein bisschen läufig.

Ein kleiner hund bellt lauter
als die Grössten, die ich kenne.
Ein kleiner Hund schleift an der Leine,
sobald ich schneller renne.

Ein kleiner Hund macht Pippi
und man sieht es kaum.
Es sei denn, es ist Pippi
unterm Bonsai-Baum.

Ein kleiner Hund macht fiese Sachen
niemals unter Frauchens Augen,
manch kleinen Hund erwischte ich
beim Staube saugen.

Ein kleiner Hund macht "Wuff"
und es klingt lächerlich.
Ein kleiner Hund
passt in den kleinsten Becher nich`.

Ein kleiner Hund ist manchmal das,
was Grosse gerne fressen.
Ein kleiner Hund wurde schon mal
im Schlangenhaus vergessen.

Ein kleiner Hund hat, wie es scheint,
kaum wirklich was zu bieten:
Man tritt oft drauf, er fällt nicht auf
und schützt nicht vor Banditen.

Doch eines sollten Kleine Hunde
bitte schön doch wissen:
Es reicht der allerkleinste Schwanz,
aufs höchste Tier zu pissen!!!

(K. Lypse)

Der Hund für`s Leben

Wer einen Hund ins Haus genommen,
der hat den besten Frauend gewonnen.
Das dieses Tier das Beste sei,
erzählt man, und noch allerlei:

Gehorcht aufs Wort und bellt nicht viel,
ist stets bereit zu einem Spiel,
mag Kinder gerne, beisst sie nicht;
fast meint man manchmal, das er spricht.

Vom Aussehen gar nicht erst zu reden.
Für uns ist er der Hund fürs Leben!
So wunderschön und gut geraten!
Dabei verschweigt man all die Taten,
die unserm Freund so gut gelingen
und uns oft in Rage bringen.

Bleibt dieser Kerl allein zu Haus,
denkt er sich üble Sachen aus:
An einem Montag frisst er Kuchen,
den wir danach vergeblich suchen.

Am Dienstag sind die Nüsse dran,
die er so sauber knacken kann.
Man sammelt dann auf allen Vieren,
die Schalen, die den Teppich zieren.

Am Mittwoch stellte er dann fest,
das Klopapier sich reissen lässt
(ganz abgesehen von Zigaretten,
die uns sonst nur geschadet hätten).

Am Donnerstag platzt mir der Kragen,
denn alles kann man nicht ertragen,
da wird das Untier angefaucht,
dass es gleich in die Ecke kraucht.
Hat dieser Kerl doch glatt vergessen,
dass wir auch gern Buletten essen.

Was macht man nur mit diesem Köter?
Vielleicht `ne Zeitung auf den Pföter?
Er schaut mich an, der Bösewicht,
nein, diesmal schaff`ich`s nicht!

Auf frischer Tat soll man doch strafen.
Und nicht, wenn er grad so süss geschlafen.
Der Hund versteht auch so ganz gut.
Und tags darauf nichts Böses tut.

Wie`s weitergeht, bleibt jetzt noch offen,
er lernt es noch - wir wollen hoffen.

(Verfasser unbekannt)

Treue

Ihr liebt die treuen Hunde nicht?
Ist Euren Herzen fremd geblieben,
was aus der Hundeseele spricht
und wie ein Hund vermag zu lieben?

Kommt Ihr ins Elend erst einmal,
von allen, die Ihr kennt, verlassen,
und fühlet der Enttäuschung Qual;
dann lernt die Hundetreue fassen.

Will unsere Hände er belecken,
aus klugen Augen auf uns schauend,
die Pfote uns entgegenstreckend,
nur uns ergebend, uns vertrauend.

Dann regt der feste Glaube sich,
weil uns ein Wesen treu geblieben,
dann lernt man unerschütterlich,
den braven Hund von Herzen lieben.

Und wenn Ihr das Gefühl nicht kennt,
ich Euch zu sagen mich nicht scheue:
Vom Hund, den Ihr "Köter" nennt,
lernt eine Tugend - lernt die Treue!

(Verfasser unbekannt)