Ich möcht` einmal danken, dass ich dich hab
und dass dir der Schöpfer soviel Treue mitgab,
soviel Liebe ins Herz und in die Augen gelegt,
das hat mich an dir schon immer bewegt.

Drum sag ich dir heute: Auch in der Not
teil ich mit dir mein letztes Stück Brot,
und anstelle der Menschen Hader und Zank
ist mir gewiss dein ewiger Dank!

Geleit` ich dich einmal zur ewigen Ruh`,
und drück deine treuen Augen dir zu,
dann halt ich still inne und schäme mich nicht,
wenn Tränen mir rinnen übers Gesicht...

Und manchmal, da schau ich zum Himmel empor,
glaub`, dich bellen zu hören, und stelle mir vor:
So, wie ich an ihn - denkt auch er immerdar
an sein Herrchen auf Erden, wo so glücklich er war.

Du lebst in mir fort - bis die Spuren verweh`n
und jemand dereinst an meinem Grabe wird steh`n.

(Verfasser unbekannt)

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